Ich bin jetzt seit 2021 elektrisch mit dem Rad unterwegs. Irgendwie habe ich das Gefühl, es werden immer weniger anstatt mehr E-Bike-Lademöglichkeiten geschaffen. Das wäre ja irgendwie auch verständlich – die Leistungsfähigkeit der Akkus nimmt stetig zu, und wohl die meisten Nutzer radeln nicht regelmäßig mehr als 100 Kilometer am Tag.
Was ist aber mit denjenigen, die mit ihrem E-Bike längere Touren über mehrere Tage oder sogar Wochen unternehmen wollen und die nicht jeden Abend in einer Pension oder auf einem Campingplatz landen?
Das Netz an Ladepunkten für Elektroautos wird stetig ausgebaut – das lädt ja praktisch dazu ein, dies auch für unsere E-Bikes zu nutzen.
Wie heißt es so schön – entscheidend ist auf’m Platz. Funktioniert das in der Praxis überhaupt? Bei meinem Ausflug zum Ausprobieren kam dann zuerst die Ernüchterung:
Bei der ersten Säule ein technischer Fehler, die zweite direkt defekt, die dritte belegt obwohl frei angezeigt, und die vierte in einer nicht zugänglichen Tiefgarage…
Ich habe mir auf mein Smartphone die kostenlose App mobility+ geladen.
Damit finde ich Ladepunkte, kann mit der App die Ladung starten und beenden – und direkt bezahlen.
Ich habe mir selbst einen Adapter für Typ-2-Ladesäulen gebastelt. Eine Bauanleitung gebe ich euch aus haftungsrechtlichen Gründen hier nicht. Die Ersparnis gegenüber einem fertigen Adapter liegt aktuell auch nur noch bei rund 50 Euro.